Auf ein gutes 2015!

6. Januar 2015: Das neue Jahr hat in der Gemeinde mit dem Besuch der Sternsinger beim Neujahrsempfang begonnen. Das ist die richtige Zeit, für einen Blick zurück und einen Blick nach vorn. Wie war denn mein politisches Jahr? Hätte besser sein können, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Ich bin zwar nicht Bürgermeisterin in Dinkelscherben geworden, aber immerhin wieder 3. Bürgermeisterin und neu auch Kreisrätin, was ein sehr interessantes Amt ist. 2015 wird ganz sicher anders werden – kein Wahlkampf! Wir haben einen neuen Bürgermeister in Dinkelscherben und der halbe Gemeinderat ist neu. Da war der Anfang ziemlich schwer. Eine Diskussionsbasis zu finden war schon das erste Problem. Langsam spielen sich die Rituale ein, langsam weiß jeder, von was geredet wird. Aber jetzt wird es Zeit, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen. Wobei unsere Spielräume gering sind. Wir waren noch nie eine reiche Gemeinde und werden auch nie eine sein. Das ist allein schon unserer Struktur geschuldet und auch unserer Lage. Wir brauchen eine Strategie, ein Leitbild, wie es so schön heißt, was wir wollen und vor allem wohin wir wollen unter den Voraussetzungen, die wir haben. Daran müssen wir uns orientieren, wenn wir Entscheidungen treffen, zum Beispiel, ob der Umbau der Sporthalle wichtiger ist oder der Neubau des Bauhofs. Müssen wir neue Baugebiete erschließen, wenn gleichzeitig überall unbebaute Grundstücke brachliegen, weil sie nicht zum Verkauf stehen? Aber wir wollen doch Zuzug! Sollten wir mal das Experiment eines Bürgerhaushaltes wagen? Bürgerbeteiligung ist ein schönes Wort, aber man muss sie leben. Und ich glaube, man könnte sie in Dinkelscherben gut mit Leben füllen. Eine Gemeinde, in der so viel ehrenamtliches Engagement vorhanden ist, in der würden sich bestimmt Bürgerinnen und Bürger finden, die Verantwortung übernehmen für bestimmte Themen und in überschaubaren Zeiträumen. Damit wären Entscheidungen eher nachvollziehbar und akzeptierbar. Am Ende läge die Entscheidung zwar nach wie vor beim Gemeinderat, was auch richtig ist, aber die Entscheidungsfindung wäre eine andere. Es geht übrigens nicht immer nur um Geld, sondern auch um gute Ideen, zum Beispiel beim Nahverkehr. Wie komme ich ohne Auto aus den Ortsteilen nach Dinkelscherben? Die Antwort ist einfach: Schlecht! Da ist vielleicht wieder bürgerschaftliches Engagement nötig, denn eine fest eingerichtete Buslinie wird es nie geben. Aber es gibt heute viele Alternativen: Anrufsammeltaxi, Bürgerbus und ähnliches. Auch so etwas ist ein wichtiger Standortfaktor. Viele kleine und große Themen wurden in Bürgergesprächen und bei Informationsveranstaltungen des SPD-Ortsvereins gesammelt, hier sind einige davon aufgeführt. Im Gemeinderat haben wir viele Anträge eingebracht.
Die Feiertage sind vorbei, jetzt wird in die Hände gespuckt, denn wir dürfen nicht nur reden (wirklich alles ist vergangenes Jahr mehrfach hin und her gewendet worden), sondern müssen machen!

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